Auf der Galerie
Franz Kafkas kurze Parabel Auf der Galerie verhandelt maximal gegensätzliche Möglichkeiten, aufs Künstlerdasein zu schauen: Knechtschaft zum Hungerlohn und Selbstaufgabe für ein zweifelhaftes Publikum; oder triumphale Performance und leidenschaftliche Adoration.
Die nur zwei langen Schachtelsätze des Textes sind in Maja Bühlers kongenialer Illustration durch die unterschiedliche Farbgestaltung separiert. Aber auch in der Düsterkeit und Härte der in schwarz-weiß gehaltenen ersten Hälfte schimmert stets die Lust an der Ausschmückung und am Fabulieren durch, die sich in der zweiten Hälfte vollkommen Bahn bricht.