could've would've should've

Durch Louis Wuttkes Gesamtwerk zieht sich das Bestreben, Bilder rein aus der Vorstellung zu schaffen, zwar nicht zwangsläufig gegenstandslos, jedoch so weit wie möglich ohne Rückgriff auf Gesehenes: weder auf Beobachtung noch auf direkte Erinnerung.

Eines der formalen Regelwerke, nach denen er seine Bilder erzeugt, hat zu could've would've should've geführt. Die Zeichnungen wurden direkt auf die Folien ausgeführt, mit denen später die Offsetplatten belichtet wurden; und durch das Übereinanderlegen der Folien während des Zeichenprozesses basiert jedes Bild auf den Palimpsesten der vorangehenden. Das ebenfalls transparente Buchpapier ermöglicht im Betrachten eine weitgehende Annäherung an diesen Zeichenprozess.

„Es gibt keine Eindeutigkeit. Alles kann wie etwas anderes aussehen."

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